Mittwoch, 19. März 2008

Und die Königin war auch schon beim marrokkanischen Snickersproduzenten!

Hoi,
am Wochenende waren Inken und ich bei einem marokkanischen Bäcker. Der stellt nicht nur Brot her, sondern v.a. auch sehr leckere Süßspeisen.
Normalerweise sind bakker in den Niederlanden, gerade türkische, eher Dönerimbisse mit einer kleinen Alibi-Brotabteilung. Niederländische Bäcker gibt es nicht so oft. Wenn es sie irgendwo gibt, dann sind sie meist schlecht ausgestattet. Brot kauft man hier meines Eindrucks nach auch eher im Supermarkt.
Pappiges oder Ziehharmonikabrot gibt es hier natürlich nicht ;-) (Ich hoffe die niederländischen Leser verzeihen mir diese kulturelle Überheblichkeit, aber ich bin in einer deutschen Bäckerei groß geworden, da fällt die Umgewöhnung doch schwer). Deswegen hole ich meist auch mein Sauerteigbrot(!) auf einem Markt in der Nähe des Parlaments. Die Verkäufer warnen mich kurioserweise meist vor ihren Produkten: "...das ist schon ein deutsches Brot, es ist wirklich sehr schwer, wollen Sie das wirklich...?"
Einzige grandiose Ausnahme sind natürlich die allseits geliebten Hans und Frans!
Den marokkanischen Bäcker hingegen machen seine Süßspeisen sogar berühmt!
Ok, die Gegend rund um den Markt (Herman Costerstraat) ist nicht wirklich die reichste. Ein Bild zeigt das vielleicht; der Müll liegt aber gerade noch von einem Markttag herum:

Selbst die Königin war (als Zeichen der Bemühung um Integration, oder wollte sie gar nur die Süßspeisen loben und günstig abgreifen?) sogar schon hier. Ein Foto von ihrem Besuch steht auf jeden Fall an einem Ehrenplatz im Laden.
Aber was machen sie denn an umwerfenden Leckereien? Ich finde zum Beispiel die "marokkanischen Snickers" von denen ich keine Ahnung habe, wie sie wirklich heißen, super lekker. Oder Marzipan mit Glasnudeln umbacken, voll gesogen mit Zuckerwasser und einem Schuss Rosenwasser. Oder einer Leckerei aus Sesam mit anderen Nüssen, oder...
Bis jetzt konnte ich noch nicht alles durchprobieren, muss aber Monique, die uns diesen Laden gezeigt hat, unendlich danken! Danke Monique!
Ach ja, ein Bild vom Marktaufräumkommando nach dem Bäckereibesuch muss ich noch nachreichen; die haben echt viel zu tun. Stellenweise häufen sich etliche Kubikmeter Müll nach dem Zusammenkehren, -blasen und schieben an. Was mich daran erinnert, dass ich immer mal einen Artikel zur Müllkultur in den Niederlanden schreiben wollte -)

Montag, 17. März 2008

Stadtmarathon

Hoi,

normalerweise wird die Innenstadt ja nur abgesperrt, wenn hoher Besuch zur Königin in den Arbeitspalast kommt. Manchmal auch wenn Herr Balkenende Besuch bekommt, aber das ist dann meist nicht so bedeutsam...
Am letzten Wochenende gab es allerdings einen anderen Grund: einen Stadtmarathon. Es ist zwar ein wenig nervig, wenn man winkelen (shoppen) gehen will, aber prima, wenn man sich das vom Cafe nur anschauen will.
Andererseits habe ich bei diesem Event ja auch meine sportlichen ehemaligen Kollegen aus Gö vermisst. Irgendwie hätten sie hier doch einiges reißen können.

P.S.: Was mir gerade noch mal auffällt: es waren nicht nur Militärs, die den Verkehr geregelt haben, sondern auch Polizisten und Fahrrad- und Automobilclubmitarbeiter.
P.P.S.: das niederländische Pendant zum ADAC, der ANWB, ist ein ehemaliger Fahrradclub. Die Abkürzung steht für Algemeen Nederlandse Wielrijders Bond.

Karaoketaxi

Hoi,

an manchen Tagen widerfahren einem komische Dinge. Das absonderlichste heute: mir ist ein "Karaoketaxi" begegnet! Ich glaube, auch wenn sich mir viele Fragen geradezu aufdrängen, dass ich das einfach wirken lassen muss.
Oder hat doch der Besitzer des chinesischen Restaurants Dim Sum Palace aus der Gedempte Burgwal 24 in Den Haag seine Finger im Spiel? Der ist nämlich ein sehr großer Fan des Karaoke (einfach mal zu späterer Stunde rein gehen, es ist ein unvergessliches Vergnügen, wie schlecht er singt!) und als solcher bestimmt an der Verbreitung des Kulturgutes Karaoke sehr interessiert. Oder ist es gar sein Dienstwagen? Gehört es Athur Weasley, der ja auch eine Vorliebe für ungewöhnliche Fahrzeuge hat? Aber all diese Fragen werden das Mysterium um dieses Fahrzeug wahrscheinlich nicht klären...

Waterreus wieder da

Huhu,

am letzten Wochenende tauchten die Strandbars und Restaurants in Scheveningen wieder auf, fast wie aus dem Nichts! Eines, das einige kopalis noch kennen könnten ist das doch eher teurere Waterreus, direkt am Fuße der Endstation der Tram 11 gelegen:


Auch ich habe lekker in einer orientalisch angehauchten Strandbar in der Sonne geluiert (zu neudeutsch würde man wohl loungen sagen?). Schön finde ich neben dem frischen Minztee auch die tiefen Sessel und die dicken Kissen, die einem den Aufenthalt in der Sonne auch über Stunden erlauben :-)

Die Niederländer finden es ein wenig komisch, dass die Strandbars immer früher aufmachen, denn - wie Mesdag schon festgehalten hat - gibt es dann doch den Einen oder Anderen Sturm. Und dann ist der Sand weg und die Strandbar halb kaputt und dann geht es wieder von Vorne los mit dem Abbau und Wiederaufbau...
Da man den Niederländern ja auch Humor nachsagt, hat mich übrigens der Name dieser Strandbar nicht besonders erstaunt: El Nino.
Dann bin ich mal gespannt, wann sie weggeschwemmt wird...

Donnerstag, 13. März 2008

BSB wird 450 Jahre alt

Hoi,

man bekommt es ja aus der Ferne kaum mit: die BSB mit ihren reichen historischen (auch geraubten) Beständen wurde gerade 450 Jahre alt. Was ja schon eine Zeit ist. Da kann sich der BR ja auch mal eine halbstündige Hofberichterstattung leisten ;-) Was ich ja ganz nett finde, sind die Bemühungen der BSB, sich in Second Life breit zu machen. Auch wenn das vielleicht daneben geht, werde ich es mir mal ansehen. Wenn ich denn den gerade erschienenen LINUX-Client zum Laufen bekomme. Der ist zwar noch beta, aber soll schon stabil laufen. Und beta ist ja auch 2.0!

Dienstag, 11. März 2008

Sitzen und schlafen

Hoi,

was ich gerade ganz besonders spannend an der niederländischen Schlafkulturentwicklung finde, ist das Sitzendschlafen. Mindestens seit dem 17. bis Ende des 19. Jhdts. gab es hier anscheinend die Sitte, im Sitzen zu schlafen! Man erzählte mir, dass man fürchtete im Liegen eher zu sterben. Inwieweit dies zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Historiker wissen in solchen Fällen natürlich mehr :-) Praktisch ging man zum Schlafen in einen Schrank, in den man sich seitlich auf eine kleine Matratze setzte und dann die Schranktür schloss.
Aber nicht nur diese Sitte war sehr platzsparend. Auch gab es ganze Küchen in Schränken. Da kann ich ja echt froh sein: ich dachte schon, mein Einzimmerappartement sei nicht groß ;-) Die einzige Stelle, an der man hier und heute noch eine gewisse Sparsamkeit im Bezug auf bebaute Umwelt trifft, sind Treppen. Sie sind sehr viel steiler und haben kürzere Stufen, als in D. Aber da muss man ja auch nicht drauf schlafen...

P.S.: ich habe doch gerade eben aus Neugierde nach heutigen platzsparenden Schlafgelegenheiten gesucht und bin allen Ernstes auf tiefergelegte Betten gestoßen. Tja, so hat jede Zeit ihre Moden...

Spurensuche KB, zwei

Hoi,

ich hatte nach einem dreiviertel Jahr des Arbeitens an der KB endlich eine Einführung in dieselbige. Da nie eine englischsprachige Führung zustande kam, nahm ich an der niederländischsprachigen teil. Das ist ja kein Problem mehr, auch wenn ich dann nicht ganz so viele doofe und komplizierte Fragen stellen kann ;-)
Einige Fakten zur Geschichte der KB fand ich ganz spannend:
die KB hieß nach der Flucht Willem des V. (wegen Revolution) erst einmal Nationalbibliothek, und wurde aus den Resten der königlichen Bibliothek gegründet. Desweiteren war sie zuerst im Mauritshuis untergebracht. Aufmerksame Leser dieses Blogs werden wissen, was sich heute darin befindet :-)
Erst mit der folgenden französischen Besatzung hieß die KB wieder königliche Bibliothek. Aber unter einem französischem König :-) Das war auch wieder so, bis zur deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg. Dann hieß sie wieder Nationalbibliothek. Nicht nur weil das Wort "National" darin vorkam, sondern auch aus dem Grund weil das Königshaus nicht kollaborieren wollte und sich ins Exil begeben hat. Das fanden die Besatzer wohl nicht unterstützenswert.
Einen Namen mit diesem Hintergrund hat man natürlich gerne wieder abgelegt. Schade dass der Weg zum Namen "Nationalbibliothek" durch die deutsche Besatzungsgeschichte verbaut ist. So wird die KB in den Augen der Niederländer wohl immer die Hofbibliothek sein, obwohl sich Willem-Alexander nicht mehr ganz so viel ausleiht wie früher, als er noch in Leiden Geschichte studiert hat :-)

Montag, 10. März 2008

Adelsgeschichten: Beatrix und ihre Kirche

Hoi!

Sonntags geht die Beatrix ab und an zur Kirche. Und wenn sie das macht, dann geht sie laut lokalen Quellen immer in die historisch bedeutsamste Kirche, von der auch die niederländische Unabhängigkeitsbewegung von bzw. gegen Spanien ausging.


Laut Gerüchten zumindest. Das werde ich oder ein findiger Historiker aber bestimmt noch herausfinden. Da scheint die Königin ein wenig - hüstel - traditionsbewusst zu sein. Aber es muss ja auch nicht jedes Mitglied der niederländischen Königsfamilie zum Katholizismus übertreten...
Auch dieses Gebäude liegt nahe dem Eschermuseum an der Langen Vorhout, der wohl teuersten Ecke Den Haags. Und hier gleich noch mal ein Luftbildchen von der Kirche:

Koffieshop direkt hinter der Grenze

Hoi,

heute mal eine ganz andere Geschichte: und zwar über Koffieshops direkt hinter der Grenze. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass man THC-haltige Drogen in den Niederlanden recht einfach und in guter Qualität bekommen kann. Aus diesem Grund fahren ja auch tausende junge Menschen in die Niederlande. Sei es für den Nachmittag zum Einkaufen, über das Wochenende oder für eine skurrile Achterbahnfahrt auf dem Campingplatz am Meer neben der Frittenbude (Frikandel, Mö!).
Das ist im Großen und Ganzen auch der Grund, warum Amsterdam so penetrant nach Gras riecht. Auch wenn dies eine touristische Einnahmequelle für einige Betriebe der Region ist, stößt diese Art des Tourismus bei vielen Niederländern nicht auf Gegenliebe. Man kann soweit gehen und behaupten, dass kiffen ein beäugtes Unterschichtsphänomen sei (Segregation!). Umso mehr stören sich viele Niederländer in der Grenzregion zu Deutschland auch und gerade an diesen ausländischen Gästen und möchte sie aus den Innenstädten heraus halten. Lokalpolitiker haben auch schon gefordert, Koffieshops (so werden hier die Läden genannt, in denen man Marijuhana und Haschich kaufen kann) direkt an die Grenze zu bauen, so dass man die ungebetenen Gäste (gab es nicht mal eine superschlechte Punkcoverband gleichen Namens?) nicht abbekommt.
Das ist für die Konsumenten dieser Drogen aufgrund von immer noch sehr strikten Grenzkontrollen (auch und gerade in der Bahn; mit stetiger Unterstützung der Bahnangestellten, welch Skandal! Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich für die strikte Trennung von Bahn, Kirche und Polizei bin, Sascha?) ein nur minder großes Vergnügen, da der Konsum wegfällt, falls man erwischt wird und funktioniert deswegen wahrscheinlich nur eingeschränkt.
Umso mehr war ich erstaunt, als ich im Bahnhof Hengelo ein Schild mit der Aufschrift:


sah. Es handelte sich allerdings um ein Cafe, das nur koffein- und alkoholhaltige Drogen verkaufte. Es herrschte außerdem ein Rauchverbot, was ich ja ganz schön finde. Für THC-Konsumenten aber einen performanten Widerspruch darstellt, tippe ich. Der Kaffee war ganz ok, die Croisants sehr lekker :-)
Übrig bliebt bei mir allerdings die Frage, wie man diese von anderen Koffieshops unterscheidet? Tja, nicht einfach zu sagen. Meist werden bescheuerte Namen mit zwielichtigen Gestalten und Hanfblattstilisierungen den Weg weisen. Andererseits bekam ich vor einigen Jahren in einem sehr netten loungigem Amsterdamer Cafe auch schon bei Nachfrage nach Brownies den Hinweis, dass es sich um Spacecakes handele. Es bleibt wohl nur der Weg sich ins Leben zu stürzen und die Cafes auszuprobieren. Wie immer man mag.

Donnerstag, 6. März 2008

EEEPC

Hi,

der erste Post mit der Minitastatur meines neuen EEEPC kommt gerade hier an! Man muss sich schon sehr die Finger verbiegen, aber es ist trotzdem ein tolles Spielzeug! Wenn man nicht gerade Buchstaben oder Zeichen am linken Rand und mit Shift haben möchte...
Und kaputtkonfiguriert habe ich das gute Stück auch schon das erste mal, so dass eine "F9-Installation" (diejenigen, die einen EEEPC aktiv nutzen wissen was gemeint ist) machen musste :-)

Mittwoch, 5. März 2008

Von den Dünen auf den Strand...

kann man in ca. zwei Jahren in den Niederlanden nicht mehr gehen. Es ist gerade eine große Aufschüttung der Dünen gegen Sturmfluten in der Planung, die bis zu 20m hoch werden soll.
Nun können meine begrenzten Niederländischkenntnisse, eine Änderung der politischen Lage oder des Weltklimas noch Änderungen hervorbringen. Aber: ich werde die heutige Dünenlandschaft jetzt noch genießen. Solange es sie noch gibt und bevor man aus der Höhe des 6. Stockwerkes auf den Strand fällt...

Das verlinkte Schaubild von einer Webseite über den Prinzenpalast verdeutlicht, warum das gemacht werden muss. Die neuen Dünen sind definitiv nicht für eine Sturmflut in 20 Jahren "ausgelegt". Und dann hätte auch ein Prinz nichts zu lachen, der in dem Gebiet mit dem angedeuteten roten Kasten wohnt. Aber soweit kommt es ja bestimmt nicht in dem Land der Deiche und Polder...

Samstag, 1. März 2008

Faltwohnwagen

Hoi,

mal wieder etwas zu niederländischem Kulturgut ersten Ranges: mobilen Wohnbehausungen. Da ich ja kein Experte auf diesem Gebiet bin, lasse ich mich immer wieder von dem Einfallsreichtum und der Artenvielfalt in den Niederlanden überraschen.
Ein sehr schönes Exemplar aus der Gattung "Faltwohnwagen" kann man hier bewundern. Schön auch der Aufdruck "alpen - kreuzer". (Wenn man diese Adresse mit einem deutschen Browser aufruft wird man anscheinend leider auf einen deutschen Vertrieb weiter geleitet.)
Das erinnert an schöne Alpentouren, bei denen man entweder im Auto oder auf dem Motorrad an den schönsten und steilsten Alpenpässen hinter Karawanen von Wohnmobilen und Wohwagen hing ;-)
Wenn ich jetzt noch eine Arteneinteilung vornähme würde ich wahrscheinlich in zweihundert Jahren als Linné der Wohnwagenwelt gefeiert. Aber mit soviel Textwüste will ich hier ja nicht langweilen :-)

Donnerstag, 28. Februar 2008

Afrika im Blick

Hoi,

die Digital Preservation Community hat gerade Afrika im Blick, genauer Südafrika. Und Südafrika die Digital Preservation Community. Das berichtet gerade Neil Beagrie in seinem Digital Preservation Blog. Ein ganz interessantes Programm mit spannenden Themen. Anscheinend ist Südafrika gerade sehr ambitioniert. Markus E. war ja auch schon mal vor einigen Jahren dort...

Darüber können sich Bibliothekare aufregen...

Hoi,

bei boingboing war es schon Thema: ein Verlag hat seine Audiobooks von Digital Rights Management (DRM) befreit. Außer anscheinend für Bibliotheken. Das kann Bibliothekare wirklich nicht froh stimmen und man kann nur hoffen, dass es nur eine Übergangsphase ist, nach der auch hier DRM fällt.

Adelsgeschichtchen...

Hoi,

heute mal wieder eine kleine Adelsgeschichte, über die in der niederländischen Presse berichtet wurde (sozusagen nicht aus dem Nähkästchen). Prins Willem-Alexander hat sein altes Wohnhaus direkt neben dem Palast Nordeinde (Den Haag) an den niederländischen Staat verkauft. Auf die Geschichten, dass er dort ab 1995 seine Jugend nachgeholt haben soll, möchte ich hier nicht eingehen.
Er hat dieses Innenstadthaus also verkauft und braucht es auch nicht mehr. Er ist ja schon seit einiger Zeit (2003?) mit der Maxima in Wassenaar ansässig.
Der eigentliche Witz scheint zu sein, dass er das Haus ca. 2,9 Mio. teurer an den Staat verkauft hat, als er selbst dafür bezahlt hat. Jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob das nun skandalisiert wird oder ob er uneingeschränkte Bewunderung dafür erntet. Na, ich muss das wohl noch mal mit ein paar Niederländern besprechen. Schön wären natürlich auch Kommentare von Niederländern an dieser Stelle (einige lesen ja dieses Blog).

Mittwoch, 27. Februar 2008

Geschichte der KB: Puzzelteilchen ehemaliges Gebäude

Hoi,

bei einem Rundgang durch die Stadt wurde ich von einem Kollegen auf ein Gebäude hingewiesen, in dem früher - bis 1982 - die KB untergebracht war. Ein recht imposantes Gebäude, in dem ich auch heute gern arbeiten würde. Das Foto ist von schlechterer Qualität, ich hoffe dass man es trotzdem erkennt.

Und damit Ihr Euch auch vorstellen könnt, wo es sich befindet, kommt noch mal ein Luftbild.


Es liegt nahe dem schon erwähntem Escher-Museum.
Im Gebäude befindet sich mittlerweile der Hoge Raad, das höchste ordentliche Gericht der Niederlande.
Zur Hintergrundinformation noch zwei Wikipedialinks zum hohen Rat. Einer zur niederländ. Wikipedia: http://nl.wikipedia.org/wiki/Hoge_Raad_der_Nederlanden
und einer zur deutschsprachigen Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Rat_der_Niederlande
Und natürlich noch zur offiziellen Webseite der Institution selbst: http://www.rechtspraak.nl/Gerechten/HogeRaad/

Panorama Mesdag

Hi,

ich war am letzten Wochenende im Panorama Mesdag, einem großen Rundgemälde welches über hundert Jahre alt ist und die Dünenlandschaft und das damalige Dorf Scheveningen darstellt. Ich fand es sehr beeindruckend, v.a. auch weil ein eigentümlicher Eindruck entsteht. Es trifft nicht ganz die Abbildung der Natur, aber das ist auch nicht wichtig. Am besten man erlebt es selbst einmal.
Da es einen Durchmesser von 35 Metern hat (so groß muss es sein, damit es optisch so wirken kann) ist es auch in Google Maps gut zu erkennen:

Größere Kartenansicht
Schön zu erkennen ist das Glasdach im runden Gebäude. Das von den Besuchern abgeschirmte und nur auf das Rundgemälde fallende natürliche Licht verstärkt noch den natürlichen Eindruck. Sehr abgefahren.

Dienstag, 26. Februar 2008

Shahrukh Khan in Berlin

Wie ich eben von Jana erfahren habe, trat Shahrukh Khan unlängts im Rahmen der Berlinale mit seinem neuen Film: "Om Shanti Om" auf. Für Bollywoodfans, so sicherte man mir zu, sei es zwar kein neuer Film gewesen aber doch ein Erlebnis. Inhalt des Films: keine rechte Ahnung; ein Mensch der einen anderen Menschen vor und nach der Wiedergeburt trifft oder so. Oder soll man da besser von Seele reden? Naja, besser ich werde hier nicht religiös im Blog. Aber: so sind die Shahrukh Khan Filme: immer ein feuchtes Auge hinterlassend und bunte Tanzszenen bietend. Und einen kleines religiös-politisch-philosophisches Augenzwinkern. Wenn man sehr genau hinschaut ;-)

Mittwoch, 20. Februar 2008

Technik und Menschen

Hi,

mal wieder etwas kulturkritisches. Wie sich Menschen durch schlechte Technickgestaltung verbiegen lassen zeigt dieses Bild:


Darauf zu sehen sind 4 Kollegen aus der KB (aus Persönlichkeitsschutzgründen hier mit schwarzen Balken über den Augen), die sich Bilder auf einem Bildschirm ansehen.
"Das sieht aus wie eine japanische Turnübung sagte denn auch gleich einer der Abgebildeten." Das stimmt wahrscheinlich nicht, aber dazu kenne ich mich zu wenig mit japanischen Turnübungen aus.
Aber es verdeutlicht doch, wie unwillkürlich sich Menschen an zu schlechte Technikgestaltung anpassen. Nun muss ich nicht erst Verschwörungstheorien über Betriebssystemhersteller aus dem Nordwesten der USA anstellen um zu denken, dass sie einfach nicht die Expositionsdaten der Kamerainformationen für ihren eingebauten Bildbetrachter verwenden. Was schade ist, denn dadurch müssen sich Menschen ja verbiegen. Das schlimmste daran ist aber: sie gewöhnen sich an menschenfeindliche Technik. Und das möchte ich in diesem - öhem - aufklärerischem Blog anprangern.

Dienstag, 19. Februar 2008

Tanzende Bettelibliothekare

Ich muss hier ja noch mal unbedingt auf das boingboing-blog hinweisen. Sie haben dort immer lustige und lehrreiche Beiträge. Nicht nur zu tanzenden Bettelbibliothekaren und Sciencefictionumsonstebooks, sondern auch zu Monstergummimaskenkollektionen in flickr. Und alles auf einer Seite! Das soll denen erst einmal nachmachen. Chapeau!

Montag, 18. Februar 2008

Wunderliches aus der Schnickischnackiwelt II

Ich vergebe mittlerweile Überschriften, wie andere Zweigstellen ihrer Kleinstgeschäfte benamen. Und zwar muss ich doch noch meinen alten Beitrag in der Hinsicht ergänzen, dass die eingebaute Kamera des erwähnten Mobiltjemodells auch Geoinformationen in die Fotoheader schreibt. Kombiniert mit einem Uploadservice zu flickr muss man die Fotos - wenn man denn darauf steht - nicht mehr geotaggen. Das finde ich praktisch. Wenn man nicht überwacht werden möchte, sollte man - hm - die Tags löschen oder - hm - sich und seine Bilder nicht im Internet präsentieren?

Geschichte wird

Und nochn Pogo! Dieses Frauenbiographieverzeichnis fand ich denn doch ganz spannend; genau wie die Retrodigitalisierung der eigenen Publikationen des Instituut voor Nederlandse Geschiedenis. Oder ist das wieder nur für die Klaus Grafs und Matthias Schulzes dieser Erde interessant?

Über die man hier sonst nur Witze macht

Wem die Niederlande zu langweilig sind, kann sich auch prima digital in Belgien umschauen. Interessant fand ich gerade die http://www.vlaamsekunstcollectie.be/. Und ich finde, dass man - gerade in Anbetracht dieser Seite - nicht immer nur Witze über die Belgier machen sollte. Sondern vielleicht auch mal einen realen Ausflug?

Wo wohnen eigentlich Willem-Alexander und Maxima genau?

Wo wohnen eigentlich Willem-Alexander und Maxima genau? wurde ich letztens gefragt. Darauf habe ich ja schon mal in einem älteren Beitrag eine Antwort versucht. Wem das nicht genau genug war, kann ich noch auf den Eintrag in der niederländischen Wikipedia verweisen, sowie auf die Hauptseite des Landsitzes.
Was ich ganz spannend fand ist ein Hinweis auf Wandertouren durch dieses Gebiet, bei dem man sich ganz dicht an der Monarchie fühlen kann :-) Da kann man das bürgerliche Leben in einem Spaziergang ausdrücken und doch gleichzeitig seiner Schwärmerei für Königshäuser nachgehen ;-) Wer mehr auf Wandern steht und kein Sightseeing machen möchte, kann auch auf die Wanderrouten der Niederländischen Bahn und diese Wanderung in der Nähe zurück greifen.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Wunderliches aus der Schnickischnackiwelt

Hi,

heute war ich mal kurz in der Schnickischnackiwelt. Will heißen: ich habe einen Kollegen in Den Haag auf dem Plein getroffen, der gerade die GPS-Funktion seines neuen Nokia N82 ausprobierte. Zusammen mit dem Kartendienst von Nokia ist das echt nett anzusehen. Schön auch die Funktion, sich Informationen zu öffentlichen Einrichtungen (nein noch nicht zu den öffentlichen Klos), sondern zu einer Statue. So konnte man sich zu der ebenfalls in diesem Blog erwähnten Willem I.-Statue auf dem Plein auch Informationen ausgeben lassen. Das ist noch nicht wirklich viel. Es wurde die Information gegeben, dass es sich um eine Willem I.-Statue handelt, der Vater des Vaterlandes sei. Schön fand ich aber, dass diese Statue (?) eine Telefonnummer habe. Ich konnte meinen Kollegen nicht dazu bewegen (trotz argen Drängens), diese Telefonnummer anzurufen und zu fragen, wer sich denn dahinter verberge. Das wirft natürlich Fragen nach dem Anschlussinhaber auf: Ist es die königliche Familie als Nachfolger? Oder ein Fremdenverkehrsverband, eine Vereinigung philatelistisch geneigter Königstreuer? Oder ist Willem I. immer noch unter den Lebenden? Oder stand er aus seinem Grabe wieder auf, weil die ABN (von ihm ja mitgegründet) gerade an ein schottisch-spanisch(!)-belgisches(!) Finanzkonsortium verkauft wurde? Wer diese Frage beantworten kann, wird über alle Maßen lobend in diesem Blog erwähnt :-)
Da fällt mir gerade auf: ich werde wohl immer knausriger, früher hätte es dafür noch einen Whisky gegeben...

Dienstag, 12. Februar 2008

Erfahrungen

Hi,

eine der schönsten Erfahrungen des Tages war die Heimfahrt im Sonnenlicht und ein Sonnenuntergang mit Den Haag Silhouette. Der Himmel war ganz tiefblau und tief im Westen - ganz orange - ein lichter Schimmer von Sonne. Einfach schön.

Montag, 11. Februar 2008

Euphemismus in Adelsberichterstattung!

Eine Sauerei möchte man meinen! Da findet man schon mal eine Adelsberichterstattungsseite im Netz, die die Niederlande nicht ausspart und was ist? Sie machen sich über die Royals lustig. Zum Beispiel hier:
Beatrix Königin Beatrix erschien in sportlicher Schikleidung, ihre Frisur war nach Ansicht von Kennern des Königlichen Hauses etwas flotter und weniger formell. Und dazu dann die Bilder mit einer perfekten Föhnfrisur! Ich finde das niederträchtig und gemein. Ehrlich! Was müssen die bloß für Leser haben. Die nehmen ihre Hobbies anscheinend nicht ernst! Oder ist das eine neue Generation von Lesern, die eine kritisch ironische Distanz zu Adelsberichterstattung, Yellow Press und ihrer eigenen Neugierde einnehmen? Also eine klassische postmoderne Haltung in der Regenbogenpresse angekommen ist?
So kann ich nicht guten Gewissens meine Adelsberichterstattung voll in die Hände anderer geben, da bekäme ich ja doch einen Gewissenskonflikt. Und so richtig informiert scheinen sie ja nicht zu sein, wenn unter Kingdoms auch "Deutschland" verlinkt ist und dort allgemeiner "Societykram" abgesondert wird :-)