Donnerstag, 31. Januar 2008

Duindorp

Hoi,

da ich mich ja gerade in der Blogwelt bewege, möchte ich verstärkt ungesichertes Wissen weiter tragen :-) Oder: ich möchte oral tradiertes Wissen weiter geben.
Vor einiger Zeit sprach ich mit einem Bekannten über Duindorp. Er ist eine wirklich herausragende Quelle für lokale Geschichte und Geschichten! Und zwar geht es um Duindorp, Dünendorf, südlich von Scheveningen gelegen. Von diesem wusste er zu berichten, dass es noch richtige Dorfstrukturen gibt und einen dementsprechenden sozialen Zusammenhalt. Dort gibt es z.B. den kleinen Fussballverein und einen Spielmannszug
Er idealisierte es ein wenig und betonte den Widerstand, den die Duindorper gegen Abriss, Teuersanierung und Erneuerungsprogramme geleistet hätten. Ist es also fast schon eine Idylle? Da ich dort schon ein paar mal spazieren war, kann ich die dörfliche Atmosphäre bestätigen.
Das muss aber auch nicht immer schön sein, wie man in diesem Video sehen kann.
Schön fand ich in dem Film die Bewohnerinnen, die im Bademantel rausgehen. Es erinert mich ein wenig an Ditsche. Und tatsächlich habe ich auch schon mal ebensolche Frauen dort gesehen. Das war kein Spaziergang zum Armut gucken, ich war dort schon vor dem Sehen des Videos.
Auch wenn die Videoberichte einen kleinen Ausschnitt, ein nicht aktuelles und auch reißerisches Bild liefern reicht es dennoch aus, sich dort nicht niederlassen zu wollen :-) Wenn man denn überhaupt eine Wohnung in diesem Dorf bekäme. Ich hörte nämlich auch schon von anderer Seite, dass es generell schwer sei, in Duindorp und Scheveningen in die alten Ortskerne zu ziehen, denn der soziale Ausschluss wird (wg. Misstrauen Fremden gegenüber) (und das ist man auch in diesen Dörfern erst nach 3 Generationen) hier sein in dieses enge soziale Netz. Das macht denn wohl auch den Zusammenhalt aus...
Ach und über Segregation will ich immer noch was schreiben...

Samstag, 26. Januar 2008

Verkaufsstart: EEEPC in D

Hi,

sehr schön war am Freitag in Frankfurt der Besuch der lokalen Elektronikmärkte auf der Zeil. Da am Freitag der offizielle Verkaufsstart der eingedeutschten Asus EEE-PCs war, wollte ich mir dieses Gerät ansehen. Um kurz vor Fünf war ich im Saturn auf der Zeil. Der Verkauf der Geräte begänne um fünf Uhr sagte mir ein Werbeplakat. Prima, dann kann ich ja eventuell einen mitnehmen, wenn er mir denn gefiele. Nun nur noch einen Verkäufer nach dem Login fragen, damit ich das Ausstellungsstück testen konnte. Und gleich noch gefragt, wo die Geräte denn stünden?
Die seien schon ausverkauft, Asus habe nur eine geringe Zahl geliefert. Und auf den Zettel schrieb er noch: Ausverkauft! Um eine Minute vor fünf Uhr :-) Sehr prima.
Auch in weiteren Läden machte ich ähnliche Erfahrungen. In der Notebook Galerie gäbe man nur Vorbestellungen von November und Dezember aus. Und auch der Kaufhof war ausverkauft. Es scheint also wirklich beliebter Technikschnickischnacki zu sein. Oder Asus kommt einfach nicht in Gang mit der Produktion und Vertrieb.
Immerhin konnte ich die Ausstellungsstücke ein wenig ausprobieren. Die Tastatur ist schon ziemlich klein, wenn man - ähem - große Finger hat. Webseiten konnte ich mangels Internetverbindung nicht überprüfen. Aber der Bildschirm schien für die Größe ok zu sein. Aber ich will hier ja kein Beratungs- und Verkaufsblog draus machen und nicht wieder textwüsten produzieren :-)

Bin wieder da, liebe Bahn!

Huhu,

nach etwas längerer Pause geht es nun auch hier wieder weiter. Heute muss ich unbedingt eine Geschichte erzählen, die ich im Zug (ICE-international) von Amsterdam nach Frankfurt erlebt habe. Normalerweise kann man bei den internationalen Zügen der Bahn nicht unbedingt davon ausgehen, dass die Schaffner mehr als Deutsch und restringiertes Englisch können. Ich will das nicht schlecht machen, aber zuweilen ist die Wortwahl und die Betonung der deutschen Zugchefs auf English schon sehr lustig im IC von Hannover nach Amsterdam.
Heute hatte ich aber einen ganz besonderen niederländischen Schaffner an Board. Die niederländischen Schaffner sprechen meist Niederländisch, Deutsch und Englisch (was sie im Allgemeinen immer gut können).
Am Freitag gab es aber einen niederländischen Zugchef, der nicht nur Niederländsich und Deutsch sprach, sondern auch noch Koreanisch, Japanisch und Portugiesisch und Spanisch. Er hat das jeweils mit Leuten aus diesen Ländern gesprochen. Erst hat er auf koreanisch einige Japaner angesprochen und nachdem sie kund taten, dass sie aus Japan kamen, ein paar Worte japanisch mit ihnen gesprochen. Dann kam er zu Portugiesen und sprach sie erst auf Spanisch an. Nachdem klar war, dass sie doch eher Portugiesisch sprachen ist er dann auf Portugiesisch umgeschwenkt. Das war mal wirklich ein beeindruckendes Erlebnis. Wenn auch die Fähigkeiten etwas übertrieben zur Schau gestellt wurden :-)
Stefan F., wenn du die Programmierkarriere nicht weiter verfolgen willst, dann denk doch mal über eine Arbeit bei der niederländischen Bahn nach. Japanisch lernst du ja schon :-)

Sonntag, 23. Dezember 2007

Marijkes nieuwe Schoenen

Hoi,

meine Kollegin Marijke hat neue Schuhe. Sie haben vom Muster eine sehr starke Übereinstimmung mit anderen in diesem Blog erwähnten.

Ich bin gespannt, wie Susan dieses Muster beurteilt, weicht es doch vom bekannten Schalmuster (siehe hier) oder vom Stuhlbezugsstoffmuster (hier) ab. Also Susan, bitte kommentieren!

Frankenstein als freier Content

Hoi,

ich bin über eine Sammlung freier Inhalte auch zu einer alten Frankensteinverfilmung (von 1910) gekommen, die man frei verwenden kann. Der Film und ein wenig Hintergrundinformation ist auf dieser Seite verfügbar.








Es ist immer eine Freude zu sehen, wie viele Inhalte schon frei online sind. Auch wenn dieser Film nicht unbedingt immer die beste Qualität hat. Aber dazu bitte auch die Hintergrundinformation auf der Webseite lesen. Sie hat auch einen konservatorischen Hintergrund, bei dem man auch im Hinblick auf die digitale Langzeitarchivierung lernen kann.

Samstag, 22. Dezember 2007

Kreative Imbisskultur

Hoi,

zumindest bei der Namensfindung ist die niederländische Imbissszene sehr kreativ. Vielleicht liegt es an einer Überschneidung zur ebenfalls kreativen Haarstylistenszene. Aber die Bezeichnung "Imbissteller Frisörsalon" ist mir in Deutschland noch nicht untergekommen.
Und ich war mir nicht sicher, ob dieses Gericht wirklich einen Versuch wert ist. Aber ich finde ja auch immer ein Haar im Döner, äh Suppe...

Montag, 17. Dezember 2007

Juliana!

Hoi,

heute möchte ich Euch mal eine wirklich nette Seite vorstellen, die das "Erfgoed" der Niederlande digitalisiert zur Verfügung stellt: http://www.geheugenvannederland.nl/
Und wenn man nicht nur die Maler das "Rijksmuseum" bekijkt, sondern auch "Willekeurige selectie" auswählt, kann man auch Kollektionen oder Institutionen browsen.
Unter erweiterter Suche kann man auch nach Orten und Personen suchen. Das finde ich praktisch.
Da ich ja ein großer Fan der Königshausberichterstattung (aber nicht der Monarchie!) bin, habe ich z.B. nach Fotos recherchiert, die von ons Bernhard stammen. Und da bekomme ich eine ganze Menge: 1427 objecten gevonden op: "Bernhard, Van Lippe Biesterfeld"
Schöne Beispiele für Goldstückchen sind z.B. die Beatrix in klein zur Nachweihnachtszeit. Was macht sie eigentlich im Januar in einer Weihnachtsmannverkleidung? Und dann noch nicht mal mit Sinterklaasverkleidung, tststs, welch Kulturverfall. Oder war sie eine Trendsetterin? Im Bereich Weihnachtsmannverehrung oder gar mit Mode für Einjährige Geburtstagskinder?
Über Beatrix kann man aber auch mehr finden:
http://www.geheugenvannederland.nl/?/nl/zoekresultaten/pagina/1/Beatrix,
%20Van%20Oranje-Nassau/(Beatrix%20%20Van%20Oranje%20Nassau%20*)

Und noch eine interessante Entdeckung: was laeuft der Juliana denn da aus der Nase am Prinsjesdag? Manchmal findet man denn doch zuviel, oder will gar nicht wissen, was einen noch erwartet... In diesem Sinne schließe ich mit diese Textwüste ab :-)

Hans Liegmann gone

Hi,

mal eine nicht so schöne Nachricht aus der Bibliothekswelt. Einer der nettesten Bibliothekare der Welt ist tot: Hans Liegmann. Siehe auch: http://nestor.sub.uni-goettingen.de/aktuell/index.php#292
Ich dachte, dass es auch an dieser Stelle wichtig ist, ihn noch mal zu ehren.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Verhinderte Bibliothekare. heute z.B.: Lilo Wanders

Hoi,

durch Zufall bin ich über einen Wikipediaartikel gestolpert, der mit einem verhinderten Bibliothekar zusammenhing: Lilo Wanders wäre beinahe Bibliothekar geworden, siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Lilo_Wanders
Ich finde es schon interessant, dass es anscheinend oft besondere Leute in Bibliotheken zieht; sowohl vor, als hinter der Theke. Aber jetzt wird nicht wieder zuviel pseudophilosphische Charakterstudien in Textwüstenumsetzung betrieben! Aber vielleicht lässt sich ja ein ein Rat an junge angehende Biblitohekare (z.B. an die Leute von M.A.LIS 13 oder doch eher Malis13?) noch der Rat richten: versucht es doch mal auf der Bühne mit gegengeschlechtlichen Rollen! Das ist bestimmt lustiger, als neben einer Vollzeitstelle in der HU-Berlin rum zu sitzen :-)

Den Haag doch etwas größer...

Hoi,

manchmal kann man ja denken, dass Den Haag - was kulturelle Einrichtungen betrifft - auch nicht wirklich größer ist, als Göttingen. Meint man so. Da liegt man aber falsch, auch wenn die Stadt manchmal wie eine Beamtenstadt wirkt ;-)
Gerade am Wochenende habe ich die Vorzüge einer grösseren Stadt mal wieder bemerkt. Ich war zu einer krummen Uhrzeit in einem netten "Alternativ"-Film in einem Kino, das ungefähr so wie das Lumiere in Göttingen ist, nur eben dreimal so gross. Außerdem war ich noch in der aktuellen Picassoausstellung im Gemeentemuseum. Das Museum habe ich ja schon mal früher erwähnt. Ich konnte feststellen, dass ich Picassos späte getöpferte Kunst allzumeist nicht mag, er gerade am Anfang seines Lebens viel herumexperimentiert hat mit anderen Stilen (was oft richtig gut war!), diese Stilexperimente später von Zeit zu Zeit als Zitat wieder genutzt hat (Velazquezzitate z.B.) und er ein wirklicher Pornograph war. Wer Pornographie mag, sollte dort unbedingt hingehen, ich habe bis jetzt noch keine Ausstellung besucht, bei der so massiv pornographische Drucke eines Künstlers/whatever versammelt waren. Schön sind dabei besonders vereinzelt die witzigen Anspielungen (z.B. die Einschreibung von Satzzeichen in menschliche Körper) und die Reaktionen der Besucher. Also selbst ansehen, wenn es gefällt :-)

Dienstag, 4. Dezember 2007

Stippvisite in Berlin

Hi,

ich war gerade auf dem "Practices and Challenges in Preservation and Access for Scientific and Scholarly Digital Repositories DCC/DPE/DRIVER/Nestor Joint Workshop". Was für ein schöner, griffiger Titel. Neben der Tatsache, dass die Repositorywelt und Langzeitarchivierungscommunity (auch ein sehr schönes kurzes und griffiges Wort!) noch immer nicht wirklich zueinander gefunden haben, kann ich auch berichten, dass ich am Mittwoch mit Sascha aus war. Unsere Wege führten uns zu späterer Stunde in das Chagall in der Nähe des Senefelderplatzes.


Schön fand ich die russische Küche, die ich bisher nicht kannte. Die Kohlsuppe fand ich besonders lecker. Obwohl ich auch nicht so spät nachts noch die ganze Karte hätte ausprobieren können oder wollen.
Außerdem kann ich nicht dazu ermutigen, nachts Nachtbusse zu nehmen, bei denen öfter umgestiegen werden muss. Da verpasst man schon mal gerne den Einen oder Anderen. Aber andererseits lernt man nach Verpassen von Nachtbussen dann immer noch Neues über die Stadt, z.B. über den Mariannenplatz im Liedgut. Bei Fragen bitte an Sascha wenden!
Ach ja: ich wurde noch gefragt ob ich schoppen war und wo man das am Besten machte. Ich war nicht schoppen, habe mir aber sagen lassen, dass man im Alexa am Alex und in den Arkaden am Potsdamer Platz solches zelebrieren kann, wenn man die Friedrichstr. (mit dem Dussmann!) schon durch hat!

Montag, 3. Dezember 2007

Sinterklaaslied

Und noch ein Sinterklaaslied mit einem starken Niederlande- und Fahrradbezug. Ok ich werde Synonyme zukünftig wieder vermeiden :-)

Zwarte Piet gaat uit fietsen
toen knalde zijn band
hij moest toen gaan lopen
met de fiets aan zijn hand

hij kwam bij een dorpje
en zei tegen de smid
ik geloof dat er in mijn achterband
een pepernootje zit

de smid moest toen lachen
en plakte zijn band
toen kon piet weer fietsen
door heel nederland

So jetzt fehlt mir nur noch die Melodie dazu. Leser aus Göttingen bitte vorbereiten, das werde ich dann Freitag abprüfen :-)

Kein Wochenende in Magdeburg

Um jetzt mal eine Meldung aus der Netzeitung zu zitieren: "In der Innenstadt von Magdeburg ist am Wochenende eine Gruppe Afrikaner vor zahlreichen Schaulustigen angegriffen worden. Außerdem wurde eine schwangere Irakerin in einem Bus belästigt."
Und das alles in einer Stadt an einem Wochenende. Warum ist das eigentlich immer noch so? Dass man dort nicht hinfahren will ist mir klar, obwohl ich immer schon mal die paar romanischen Bauten der Stadt ansehen wollte. Fassunglos und kopfschüttelnd aus der Ferne.

Fertig mit schrecklichem Schal

Fertig sieht er ja schon aus,

der Pete Doherty. Obwohl er da noch gar nicht von Papa Winehouse verprügelt wurde. Das liegt wahrscheinlich an seinem Drogenkonsum. Aber der Schal, den Susan bestimmt auch schlimm findet, kann man schlecht mit Drogenkonsum erklären. Ich meine Heroin macht bestimmt schlimme Dinge mit einem, aber als Rockstar sollte man sich sowas wie einen Schal doch bestimmt noch aussuchen können. Oder?
Irgendwie passt der Schal auch überhaupt nicht zu einem Rockstar. Wahrscheinlich ist er das dann auch nicht. Oder mit Rose Tatoo zu sprechen: nice boys don't play Rock'n'Roll :-) Und die haben zwar schwarze Zähne, aber keine karierten Schals!

Ach ja, man könnte jetzt noch einen Wettbewerb starten: wer ein Bild von den Rose Tatoo Leuten mit solch einem Schal findet, bekommt einen ausgegeben.

Montag, 19. November 2007

Wikipediaverbot in Niederlanden

Hi,

ein ganz witziges Wikipediaverbot gibt es gerade für die Mitarbeiter der niederländischen Justiz. Es sind wohl die typischen Wikipediaphänomene aufgetreten, die auch immer ein paar unerwünschte Änderungen mit sich bringen. Z.B. sollen bestimmte Adelige hohe Strafen wegen zu schnellen Fahrens bekommen haben. Der Wahrheitsgehalt ist halt nicht _immer_ sehr hoch in der Wikipedia. Wer das ganze nachvollziehen will, möge bitte auf die Seite von Wikiscanner.nl schauen, die die IPs des Justizministeriums untersucht haben und eine Linkliste mit ein paar Artikeln.

Swami Durchananda II

Hi dear fellowers,

mein Gedächtnis, es lässt nach! Ist das ein Resultat von Passivrauchen in Amsterdam?
Es kam zutage, als Inken mich unlängst darauf hinwies, dass wir schon mitte der Neunziger Jahre (des letzten Jahdts.!) blöde Witze über Swami Salami gemacht haben (mit Leuten die den Swami Kaleshwar toll finden. Das hatte einen besonderen Reiz wegen besonderer Vegetariatsaffinität der Jünger. So ähnlich wie mein alter Witz (doch schon so 24 Jahre alt!) über "Brahmanenkotelett". Aber das führt jetzt zu weit weg.
Der Swami Salami taucht in den verlinkten Video-Interviews der Titanic als Bruder des Swami Durchananda auf. Das ist, wie ich durch ein paar Nachforschungen herausgefunden habe, eine schöne Replik auf den Swami Yogananda. Ich dachte es sei einfach so eine blödsinnige Idee der durchgeknallten Titanicleute gewesen, da dort ja wirklich größtenteils göttliche Platitüden verbreitet werden.
Wie dem auch sei, vielleicht sollte man doofe Witze immer erst in das eigene Blog stellen (wenn diese Technik schon existiert und es anonym genug ist) und sie sich dann in ein paar Jahren von der Titanic vergolden lassen :-)

Euer

Swami Oshi Rakshandeh

Wer hat den bescheurtsten Spam?

Natürlich ich! Und zwar im Kommentar zum gestrigen Post zur rituellen Strandzerstörung. Aber ich finde das auch ein wenig lustig, denn wer hat schon Spam eines brasilianischen Telekommunikationsunternehmen in seinem Blog? :-)
Wahrscheinlich mehr als man glaubt, obwohl die Werbewirksamkeit denn auch höchstens auf einen Google Page Rank ausgerichtet sein mag. Schön sind neben der Tatsache, dass man gerne mal in solchen Kontexten "Freund" genannt wird auch die Geldscheine des Providers. Vielleicht mag ja der Eine oder Andere noch Fanposts dort hinsenden. So 200.000 Mails sollten es aber schon sein :-)

Sonntag, 18. November 2007

Rituelle Strandzerstörung nach Sinterklaasankunft?

Hi,

Inken und ich haben heute einen schönen Strandspaziergang von Duindorp nach Scheveningen gemacht. An diesen Strandabschnitt pilgerten auch tausende andere Leute. Hatten wir uns im Termin vertan und konnten doch noch für Sinterklaasje singen?
Aber dort wäre das Singen gar nicht möglich gewesen, bzw. man hätte es gar nicht gehört. Heute fand nämlich eine große Motocross-Veranstaltung auf dem Strand statt. Das Lied hätte man nicht nur wegen der Motorräder (die auf den Straßen und auf dem Strand) nicht hören können, auch der Kommentator und der Übertragungshubschrauber hatten eine gewisse Lautstärke :-)
Insgesamt schon interessant, dass die Niederländer direkt nach der Ankunft von Sinterklaasje wahrscheinlich rituell ihren Strand umgraben und zerstören. Ich musste gleich an Potlatsch denken, aber diese Assoziation könnte ein wenig weit her geholt sein.
Die Veranstaltung hätte ich gerne vor 20 Jahren besucht, insofern schade dass ich dort jetzt vorbei gehen musste. Aber der Spaziergang auf der anderen Seite der Mole war wirklich schön! :-)

Sinterklaas

Hi,

gestern ist Sinterklaas in Scheveningen angekommen. Natürlich original niederländisch mit Boot und zwartem Piet (einige interssante Deutungsmöglichkeiten, so ein schwarzer Knecht!). Da dachte ich: so ein Ausflug mit schreienden Kindern und nervenden Eltern wäre doch genau das Richtige! Um nach Amsterdam zu fahren :-)
Amsterdam ist kurz gesagt schwer für Fremde zu erschließen. Oder sehr einfach. Es gibt einige Dinge, die gar abschreckend oder nervig sind. Das sind z.B. die vielen Touristen, die sich schon in Scharen aus den Zügen drängen und desorientiert sind. Aber man kann denen natürlich auch nachgehen :-) Viel schwerer wiegt es allerdings, dass tausende Kiffer die Luft verpesten. Mir wird bei diesem Grasgeruch mittlerweile eher schlecht. Kulturelle Veranstaltungen habe ich leider nicht mitgenommen (keine Museen oder Konzerte von alternden Jazzgrößen). Für Kommentare und Tipps zur besseren Nutzbarkeit der Stadt bin ich offen.
Da hätte ich doch besser ein Kinderlied für Sinterklaas singen lernen sollen?
Für alle, die mehr Hinweise zu diesem "Heiligen" und dem Fest benötigen, finden sich in der niederländischen oder in der englischen Wikipedia weitere Hinweise.
Ein ganz, ganz tolles Lied habe ich von meiner Kollegin Elvira (sie machte Witze über sich und den Bezug zum zwarten Piet) und Kees (nein, nicht der Sinterklaasje) gelernt.

Sinterklaas kapoentje,
Gooi wat in mijn schoentje,
Gooi wat in mijn laarsje,
Dank u Sinterklaasje!

Auf uitmuntend findet sich eine Übersetzung dazu. Interessant finde ich mal den Bezug, der in der ersten Zeile der Übersetzung hergestellt wird. Nicht nur, dass der Nikolausi ein Kapuzenträger sein soll (das kenne ich ja auch von einigen jungen Leuten), nein er könnte gleichzeitig ein Marienkäfer sein! Schon wieder verfolgt mich ein Marienkäfer in den Niederlanden. Es gibt anscheinend tausende Mariekäferbezeichungen in diesem Land! Und alle landen bei mir. Ich sollte das vielleicht als Hinweis der schon vorher in diesem Blog beschriebenen Inititive gegen sinnlose Gewalt nehmen? Dabei bin ich eigentlich doch gar nicht Fan von sinnloser Gewalttätigkeit. Und man muss sich fragen: was hat der Nikolaus damit zu tun? Und warum hat er einen jungen schwarzen Gehilfen an Board? Fragen über Fragen...

Donnerstag, 15. November 2007

Straßennamen und importierter Adel

Hi,

ich wollte hier ja erst nur einen kleinen Beitrag zu Straßennamen in Den Haag und dem starken deutschen Bezug, einem Adelsbezug im Besonderen, schreiben. Aber da ich bei meinen Recherchen immer tiefer in den Adelssumpf gezogen wurde, kann ich jetzt sagen: es gibt keinen niederländischen Adel! Alles nur importiert aus Deutschlanden! (Und ich wollte wirklich mal Hofberichterstatter werden?)
Da kann man sich natürlich fragen: warum tun sich die Niederländer die Moffen an, ständig werden Adelige geholt, und das alles nur um die konstitutionelle Monarchie zu retten?
Ich wollte eigentlich nur was zur Regentesselaan, dem Bezug zur Regentesse Emma, der Waldeck Pyrmont Kade, der Konigin Emma Kade und den anderen Strassen schreiben. Aber das ist ja mittlerweile nicht mehr witzig. Die Deutschen haben sich ja hier in Den Haag sowas von fest gesetzt, tststss. Und die Holländer finden das auch noch schön!
Um die Daten auf die Reihe zu bekommen, wer wann mit wem verheiratet war, wer wie beinahe die Monarchie vergeigt hätte und wessen deutsche Frau das wieder in Ordnung gebracht hat, wer mit welchem Fuss aus welchem Bett ausgestiegen ist kann man in der kleinen
Linkliste/Oranje nachsehen, die ich erstellt habe. Ach ja: den Bernhard, der die niederländische Monarchie im letzten Jhdt. mehrmals in Bedrängnis brachte, ist da anscheinend eine durchaus zeittypische deutsche männliche Ausnahme ;-)

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Swami Durchananda und Holland

Hi,

ich habe diese neue Reihe der Titanic (Satiremagazin aus Deutschland) gesehen und fand sie schon komisch. Besonders, wenn man die Fans des anderen Swami kennt ;-)
Aber es gibt auch einen Hollandbezug ca. 2 Minuten vor Ende des Videos. Und als Swami Durchananda hat man natürlich auch eine besonders nette Erklärung, warum Holländer "große Autos" (gemeint sind wahrscheinlich Wohnwagen?) fahren müssen: so verstünden sie Gott! Wirklicher Wahnsinn!

Eigentlich hätte ich es auch deswegen unter eine andere Rubrik resp. Überschrift packen müssen, aber Schwamm drüber. Und natürlich werden die Interviewfragen die Deutsch-Niederländischen Beziehungen nicht verbessern. Ich hoffe nicht, dass ich das ausbaden muss :-)

Und hier noch die URL auf die ursprüngliche Seite mit einem zusätzlichen Interview:
Swamiinterview
Und noch ein anderes Interview, welches mehr der Kaffeekultur zugewandt ist.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Wohne in einer Straße mit einem bekannten Restaurant 2

Hoi,

eine traurige Nachricht muss ich heute leider vermelden. Ich wohne ja in einer Straße mit einem bekannten Restaurant! Allerdings gilt das nicht mehr, denn das Adriatic hat dicht gemacht. Es wird gerade schon umgebaut, ein Italiener folgt. Aber vielleicht ist das auch ganz lecker...

Montag, 29. Oktober 2007

M.A. LIS

Hi,

ich muss auch unbedingt loswerden, dass ich meine letzte mündliche Prüfung für den M.A. Library and Information Science in Berlin abgelegt habe. Es hat sogar gut geklappt. Ob ich jetzt, wie der liebe Matthias, sofort meine Visitenkarte erweitern muss?
Nein das werde ich natürlich nicht machen :-) Apropos Matthias: ich muss an dieser Stelle noch zusätzlich meine Mitstreier Genevieve, Jens und Elke nennen (habe mich am Freiag in Gö mit ihnen getroffen), denn sie wollten auch mal im Blog auftauchen. Oder war da noch was anderes? :-)
Und: mir fallen noch eine ganze Menge kleiner Geschichten ein, aber das wäre wieder zu textwüstig...

Pootje Baden, drei

Hoi,

ich bin wieder aus dem Urlaub zurück. Das heißt natürlich, dass es jetzt auch wieder mehr Aktivität in diesem Blog gibt. Eine wichtige Information für diese Runde sind meine neuen Crocs, natürlich in orange :-) Außerdem konnte ich im Urlaub gar nicht immer Pootje baden, denn eine Scherbe kreuzte den Weg meines Fußes :-( Und das in einem Urlaub, in dem man tatsächlich mal baden konnte!



Weniger schön ist die Überdosis Sonnenmilch am Bein am rechten Rand, aber die "Jibbitz" sorgen ja auch dafür, dass man die Sonnenmilch gar nicht so wahrnimmt. Und natürlich musste ich ein Lieveheersbeestje haben, auch wenn die Jibbitz phänomenal überteuert sind. Einige finden die Crocs ja zu klobig, aber sie sind saubequem. Und meine natürlich auch noch orange :-)

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Uitje 3

Hi,

ich werde in einer kurzen beschränkten Zeit erst mal keine Beiträge verfassen, ich muss mich erst mal vom vielen Bloggen erholen und mal wieder Hippies studieren :-)

Marienkäfer und sinnlose Gewalt

Was hat der gemeine Marienkäfer (im Niederländischen u.a. ein "Lieveheersbeestje") mit sinnloser Gewalt zu tun, werde sich vielleicht einige fragen? In den Niederlanden eine ganze Menge.
Aber bevor ich auf diese interessante Kombination zu sprechen komme, muss ich noch einmal auf die Unterschiedlichkeit der Namen im Deutschen und Niederländischen trotz naher christlicher Symbolik zu sprechen kommen. Oder: besser doch nicht wegen der Textwüstenhasser :-)
Um es kurz zu machen: es gibt eine Initiative in den Niederlanden, die gegen sinnlose Gewalt ist. Wo die Gewalt sinnlos wird weiß ich jetzt nicht (Sagen sie das? Niederlandeexperten preschen mit einem Kommentar vor!), aber sie haben den Marienkäfer als Symbol. Ist ja auch putzig. Und: das hat eine ganz schöne Verbreitung. Also jetzt nicht in der Natur (da werden die gerade von einer anderen orangen Art Käfer wg. Klimawandel verdrängt, glaube ich und überleben deswegen gerade nur in niederländsichen Eisenbahnen), sondern als Symbol in der menschlich bebauten Umwelt. Zum Beweis ein Marienkäfer vor dem Eingang des Hauptbahnhofs in Den Haag.

Ob der aber an dieser Stelle immer lieb gehabt wird? Es sieht eher ein wenig aus, als ob er mit Füßen getreten wird und mit Kaugummis und Zigarettenstumeln gefüttert wird :-)

Patatjes, Grundstoof des Lebens? Ein tiefenhermeneutischer Vergleich zweier Pommes frites Kullturen

Zuerst muss ich darauf hinweisen, dass es in diesem Land eine auffällige Doppellung von Vokalen (nicht wie in D von Konsonanten) gibt. Sieht man ja auch schön in den letzten Worten vor der Klammer und im Wort Klammer.
Ich wollte jetzt mal ganz aus Versehen ein wenig postmodern ironisch falsch zitieren, um damit auf kulturelle Eigenheiten hinzuweisen. Woohh, das ist so schön einfach, vielleicht sind deswegen die Deutschen in der Welt so unbeliebt? Oder ist es nur die Differenz zweier benachbarter Kulturen, die sich in mir vermittels des Blogs verdeutlichen? Sozusagen Doppelvokale vs. -konsonaten? Aber wenn man richtig Niederländisch lernt, stellt man auch fest, dass es hier auch komische Konsonantenregelungen gibt. Das führt hier jetzt nicht weiter, wenn man sich an der Themenführung der Überschrift abarbeiten möchte, meint Ihr?
Nun gut, also zum Thema: Pommes.
Die Grundnahrungsmittel schlechthin in den Niederlanden möchte ich meinen, man bekommt sie auch ganz selbstverständlich in besseren Restaurants.
In der freien Wildbahn der Frittenschmieden (merke: nicht nur Buden, denn hier kann sich eine Frittenschmiede auch in der Innenstadt neben McDo halten) kann man aus lustigen Saucenkombinationen wählen. Das sind z.B. Patatjes Oorlog: Mayo und Satesauce, Patatjes Spezial: Rot und weiß (in D auch Schranke genannt) oder einzeln mit Ketchüp Mayo, Satesauce und alternativ einzeln oder kombiniert mit Zwiebeln. Die finde ich aber zum Haring leckerer. Ist aber: Geschmackssache. Weiterhin noch lokale Saucenerweiterungen im Schärfegrad, Gewürzen etc. unterschiedlich
Interessant fand ich noch den Hinweis einer Kollegin, warum die Patatjes Oorlog, was für "Krieg" steht, Pommes Krieg heißen? Sie als Schwarze hatte einen ganz interessanten Hinweis: schau drauf, das ist schwarz und weiß. Das fand ich ein wenig bitter aber auch lustig.
Ach ja jetzt muss noch ein richtiger Lokalbezug rein. "Wo kann man denn in Den Haag richtig lecker Patajes essen gehen?" fragen sich einige. Und hier muss ich definitiv Dagmar unrecht geben, wenn sie Piet Patat am Grote Markt empfiehlt. Die Kollegen haben mich auf den Geschmack gebracht, ich pflege meine Patajes bei Bram Ladag zu nehmen. Die sind in der Straße in der Fußgängerzone, die zum Grote Markt führt. Dieser Kleinkonzern ist nur in der Gegend um Rotterdam und Den Haag aktiv. Und die Pommes sind nicht so salzig aber richtig lecker aus frisch geschnittenen Kartöffelkes. Mhmmmm!